Pfarrer in Ruhe Walter Schütte verstorben

Bad Westernkotten. Am 17. März 2020 ist Pfarrer i.R. Walter Schütte nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 90 Jahren verstorben.

Walter Schütte wurde am  27.09.1929 in Westernkotten geboren. Sein Abitur machte er am Ostendorf-Gymnasium in Lippstadt und studierte Theologie in Paderborn und Tübingen. Die Priesterweihe empfing er am 21.12.1957 in Paderborn durch Erzbischof Lorenz Jäger. Seine Ernennung zum Vikar in Freienohl (Sauerland) erhielt er am  30.12.1957, wo er vom 14.01.1958 – 22.09.1960  als Vikar tätig war. Vikar Schütte kam anschließend nach Wilnsdorf-Rödgen mit Sitz in Wilgersdorf, wo er vom 23.09.1960 – 03.11.1965 als Pfarrverweser wirkte. Unter anderem war er dort als Religionslehrer an Grund-, Haupt- und Berufsschulen tätig. Weiter wirkte er als Vikar in Bigge vom 03.11.1965 – 15.08.1971 und in Gevelinghausen vom 04.12.1967 – 15.08.1971.Seine Ernennung zum Pfarrer von Kaunitz erhielt er am 17.05.1971. Installation:11.08.1971. Die Einführung in Kaunitz fand am 15.08.1971 statt. Pfarrer Schütte blieb in Kaunitz bis September 1996. In seiner gesamten priesterlichen Tätigkeit hatte er besonders ein Herz für die Jugendlichen und die alten Menschen. Er war und ist geschätzt als tüchtiger und begabter Katechet – nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene.

Am 1. Oktober 1996 zog es ihn als Kurseelsorger zurück in seinen Heimatort. Ab 2001 war er zusätzlich Diözesanbeauftragter für die Kurseelsorge im Erzbistum Paderborn; damit verbunden war die seelsorgliche Mitarbeit in der Gemeinde St. Nicolai und die Aushilfe im Dekanat. Bis zu seinem 90. Geburtstag unterstützte er auf vielfache Weise die Arbeit im Pastoralverbund. Die wöchentliche Seniorenmesse war ihm ein Herzensanliegen. Geprägt vom II. Vatikanischen Konzil hat Pfr. Schütte die Menschen immer wieder unterstützt und bestärkt, ihr Leben aus dem Glauben zu gestalten.

Annette Marcus, die Vorsitzende des Gemeindeausschusses: „Pastor Schütte kannte seine Schäfchen, die Küötter, wie wir sagen. Und nicht zuletzt hat er sich große Verdienste um unseren Lobetag erworben. Bis ins letzte Jahr hat er regelmäßig den altehrwürdigen Lobetagsbrief unter der Josefslinde mit tiefer Inbrunst und Glaubensüberzeugung vorgelesen. Er hat alle Texte, Gebete und Bibelstellen, die an den jeweiligen Stationen gesprochen werden, aufgeschrieben und damit die Gemeinde vorbereitet, dass Sie die Lobetasgsprozession auch dann durchführen kann, wenn die Zahl der geweihten Priester weiter sinkt. So können wir den Lobetag halten, ‚solange der Nachkömmlinge noch einige übrig sind‘ – wie es in dem Versprechen unserer Vorfahren heißt.“ Und Pfarrer Hans Gerd Westermann betont besonders die Gradlinigkeit und Verlässlichkeit von Pastor Schütte.

Die Beisetzung des geschätzten Seelsorgers findet aufgrund der Corona-Pandemie im engsten Familienkreis statt. Ein feierliches Requiem wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

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Pfarrer in Ruhe Walter Schütte