Pater Johannes Tappeser verstorben

Am 6. April 2020 ist Pater Johannes Tappeser im Alter von 80 Jahren verstorben.

Johannes entstammte einer angesehenen Arztfamilie aus Erwitte, Diözese Paderborn. Alle neun Kinder konnten ihre vortrefflichen Anlagen schon in einem tief religiösen Elternhaus entwickeln, wo sie eine gute und kluge Erziehung genossen. Nach dem Besuch der Schule in Rietberg bestand er in Großkrotzenburg 1959 das Abitur.

Nach seiner Priesterweihe ging Johannes für drei Jahre nach Rom zum Studium der Philosophie. Seine erste Ernennung nach Afrika führte ihn 1968 in die Diözese Kabale in Uganda, wo er in der Seelsorge tätig war. 1973 musste er mit vielen anderen Missionaren das Schicksal teilen und die Ausweisung aus Uganda annehmen. Zurück in Deutschland übernahm er für drei Jahre die Stelle des Missionsreferenten in der Diözese Fulda. Da eine Rückkehr nach Uganda nicht möglich war, erhielt Johannes seine Ernennung nach Sambia, um am Seminar von Mpika Philosophie zu dozieren. Zuvor ging er für ein Jahr nach Dublin und belegte einen Weiterbildungs-Kurs. Johannes war sehr sprachenbegabt und willigte 1987 ohne zu zögern den Plänen seiner Obern zu, von Sambia nach Mozambique zu wechseln. Nach 6-monatigem Portugiesisch-Studium in Lissabon begann er im August 1988, im Großen Seminar in Maputo und später in Matola, Philosophie zu dozieren. Nach seinem Urlaub 1996, wartete eine neue Aufgabe auf ihn im Seminar und in der Pfarrei Johannes XXIII. in Ouagadougou. Nach sechs Jahren segensreicher Lehrtätigkeit, kehrte Johannes nach Rom zurück und arbeitete im Archiv des Generalates. Leider musste er sich in dieser Zeit einer Bauchschlagader-Operation unterziehen, die ihn zwang, in die Provinz zurückzukehren. Seine Liebe für Afrika gab ihm die Kraft, 2007 seine Lehrtätigkeit in Ejisu/Ghana fortzuführen. Nach einer überstandenen Lungenkrebsoperation kehrte Johannes 2015 nach Kampala/Uganda zurück. Leider musste er auf Grund der wieder ausgebrochene Krankheit, schon nach zwei Jahren nach Deutschland zurückzukehren. Sein tiefer Glaube und sein unerschütterliches Gottvertrauen halfen ihm in den letzten drei Jahren, den Kampf gegen den Krebs als Gottes Prüfung anzunehmen. Seine frohe Gemütsart und sein zuvorkommendes Wesen machten ihn als Gästemaster in Köln allgemein angesehen und beliebt. Als die Atemnot zu groß wurde, bat Johannes darum, ins Krankenhaus gebracht zu werden. Dort wurde er liebevoll gepflegt. Schon bald mussten die Ärzte jede weitere Therapie ausschließen und verlegten den Patienten auf die Palliativ-Station. Lebensverlängernde Maßnahmen hatte Johannes nicht gewollt. Am 24. März wurde Johannes im Hospiz aufgenommen. Dort starb er am 6. April.

R.I.P.

Die Urnenbestattung kann erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

 

Nachruf des Erzbistums Paderborn

Nachruf “Society of the missionaries of Africa”

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Pater Johannes Tappeser